Schnelle Hilfe im Ahrtal – Unterstützung für Rheinland-Pfälzer Landesbetrieb LBM
Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal war auch die Verkehrsinfrastruktur stark betroffen. Gleise wurden unterspült, Straßen brachen weg, viele Brücken waren zerstört oder ihre Standsicherheit war nicht gewährleistet. Teile des Ahrtals waren nicht mehr zugänglich. Die Sicherheit der Straßen und Brücken musste schnellstens wiederhergestellt werden.
Als der Anruf des LBM kam, bei der Prüfung der Brücken messtechnisch zu unterstützen, sagte ich sofort zu. Bereits am nächsten Tag traf ich mich mit einem Mitarbeiter vor Ort. Alle Menschen rangen um Unterstützung, suchten Material oder helfende Hände. Es war schwer, sich auf die Aufgabe zu konzentrieren, man hätte an jeder Ecke sofort mit anpacken können.
Es war nicht klar, ob die flach gegründeten Fundamente zweier Ahrbrücken im Verlauf der B257 (Altenahr) und der B266 (Bad Neuenahr / Ahrweiler) den Wassermassen standgehalten hatten. Taucher waren im Einsatz.
Sicherheit der Zufahrtswege hat höchste Priorität
Zur Überwachung wurde der Einsatz eines Dauermonitoringsystems mit dem Ziel der Detektion möglicher Absenkungen erwogen. Die Lieferzeit sollte kurz sein, aber kurz war nicht kurz genug. Ich schlug vor, bis zum Einsatz des Monitoringsystems einen Vermesser täglich das Bauwerk geodätisch überprüfen zu lassen. Das Vermessungsbüro Rader aus Bad Neuenahr, selbst von der Hochwasserkatastrophe betroffen, hatte soeben den Geschäftsbetrieb wiederaufgenommen und führte bereits einen Tag später erste Messungen an den beiden Brücken durch. Wölfel Engineering prüfte Lagerbestände und Projektverschiebungen, um kurzfristig die notwendige Messtechnik bereitstellen zu können. Am nächsten Tag lag dem LBM ein Angebot für die Vermessung und das Monitoring vor. Die Vermessung lief bereits und die Beauftragung wurde vorbereitet. Auf das Dauermonitoring konnte nach umfassender Begutachtung durch Taucher und Prüfer verzichtet werden.
Es ist schön zu sehen, wie schnell im Notfall Entscheidungen getroffen werden können. Ein Stück davon sollten wir unbedingt auch in die guten Zeiten retten.
Fotografie von Jens Kuehne
Fotografie von Jens Kuehne
Fotografie von Jens Kuehne