Monitoring und Lebenszyklusmanagement von Brücken – VDI Spezialtag am 26.04.22 mit viel Praxiswissen für Betreiber und Anwender
Der deutsche Brückenbestand ist in schlechterem Zustand als angenommen. Noch vor einem Jahr hörte man, dass es in Deutschland kein Genua geben könne. Die Schiersteiner Brücke (A 643), die Salzbachtalbrücke (A 66) und nun die Rahmedetalbrücke (A 45) machen uns nun klar, dass wir womöglich solche Katastrophen vermeiden können, Industrie und Bürger in diesem Land aber einen sehr hohen Preis dafür zahlen müssen.
Seit vielen Jahren arbeiten die Behörden gemeinsam mit Bauingenieuren und Industrie an Methoden zur Früherkennung von Versagensprozessen und zur Prognostizierung von Restlebensdauern der Bauwerke. Entstanden sind lückenlose regelmäßige Inspektionen und Sonderinspektionsregeln, Nachrechnungsrichtlinien, rechnerische Nachweise und … Konzepte zur messtechnischen Überwachung (Monitoring).
Monitoring als Baustein für Sicherheit und Prognose im Lebenszyklusmanagement – von der Schadensüberwachung bis zum Asset Management
Mehr Schäden, weniger Fachkräfte sowie rasante Entwicklungen in Messtechnik und Datenmanagement – ist Monitoring eine Win-Win-Win-Situation?
Schon viele Jahre plane ich Monitoringprojekte und setze sie um, diskutiere mit Behörden und Betreibern neue Technologien und Lösungen, initiiere Forschungsprojekte und arbeite in Normungsgremien. Die Sorgen um die Bauwerke und damit die Nachfrage nach belastbaren Messergebnissen sind deutlich gewachsen, aber weniger als ein Promille der deutschen Brücken wird permanent messtechnisch überwacht.
Woran liegt das? Und was müssen wir tun, um Messergebnisse erfolgreich in den entscheidenden Phasen des Lebenszyklusmanagement der Bauwerke nutzen zu können?
Digitale Technologien, Standardisierung, gute Erfahrungen und zunehmendes Know-How schaffen Vertrauen in die Messtechnik
Am Spezialtag „Monitoring“ im Rahmen der 7. VDI-Tagung „Baudynamik“ am 27. Und 28. April 2022 wird praxistaugliches Handwerkszeug vermittelt.
Welche Aufgabenstellungen und Anwendungen gibt es und welche Ergebnisse kann/muss man erwarten? Wie lassen sich die Ergebnisse in die Erhaltungsprozesse integrieren? An welchen Richtlinien und Fachpublikationen kann man sich orientieren. Welche wesentlichen Positionen muss eine Ausschreibung enthalten und welche technischen Parameter bestimmen Genauigkeit und Lebensdauer von Messsystemen.
An einer Reihe von Praxisanwendungen werden diese und viele andere Fragen beantwortet. Die genauen Inhalte entnehmen Sie bitte der Einladung. Im Erfahrungsaustausch ist sicher auch Platz, um ihr mögliches nächstes Monitoringprojekt zu diskutieren. Ich freue mich auf die interessanten Gespräche!