Diese Kompetenzen fehlen den meisten Kommunen und öffentlichen Infrastrukturbetreibern, um die Digitalisierung erfolgreich fortzusetzen!
In den vergangenen Wochen habe ich eine Nabelschau der Digitalisierung des öffentlichen Sektors vorgenommen – Intergeo, Kommunale, Smart Country Convention, Deutscher Mobilitätskongress! Wie weit sind wir in Deutschland vorangekommen?
Die Ergebnisse können sich in einigen Bereichen wirklich sehen lassen! Viele Kommunen haben Know-How aufgebaut in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. In der Startup-Szene kann man die Gründungen fast nicht mehr zählen. KI zeigt vielerorts, wozu sie in der Lage ist. So ist eine unglaubliche Zahl von Plattformen, Apps und Insellösungen entstanden, alle innovativ, nicht alle nutzbringend und überlebensfähig, aber jeden Tag werden es mehr!
Die gigantischen Förderanstrengungen der letzten Jahre haben also aus Sicht der Politik ihr Ziel erreicht!
Und nun? Wie lassen sich diese Ergebnisse in Effizienz sowie nachhaltiges Wirtschaften und Leben übersetzen?
Aus Politik und Verwaltungen gibt es hierzu viele Wortmeldungen!
Dr. M. Buschmann, FDP, stellt auf der Smart Country Convention in Berlin fest, dass wir erst digitalisieren müssen, bevor wir KI einsetzen können. Und Digitalisierung sei „das beste Mittel gegen Fachkräftemangel“.
Beim Deutschen Mobilitätskongress in FFM erkennt man richtig, dass es zu viele proprietäre Lösungen gibt und den öffentlichen Unternehmen Transformations- und Integrationskompetenzen fehlen, um alles erfolgreich zu vernetzen – Vielzahl und Komplexität seien Nachteile für die Nutzer.
Vieles scheitert immer noch an den Interessenkonflikten der Mobilitätsanbieter. Volker Wissing war das egal, daher erhält er einen Preis für das Deutschlandticket! Minister Wissing ist beim Digitalgipfel auch davon überzeugt, dass Digitalisierung kein Kostenfaktor, sondern eine Entlastungschance ist.
So sehen wir das auch, doch Worte und Preise genügen nicht mehr! Das wissen wir nach dem Gerichtsurteil der vergangenen Woche zum Haushaltsentwurf der Bundesregierung. Der Spiegel stellt im Wirtschaftsteil heraus, dass die Bürokratiekosten ein neues Rekordhoch erreicht haben – zu Lasten von Bürgern und Unternehmen. Doch kann Bürokratie sich überhaupt selbst abschaffen?
Für die Weiterführung der Digitalisierung der öffentlichen Unternehmen ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts eine große Chance!
Die Verwaltungen hingen in den letzten Jahren förmlich am Staatstropf – ohne Fördermittel (Kriterien definiert vom Staat) ging nichts! Und gefördert wurde fast alles – mit teilweise grotesken Auswirkungen! Wer Aufträge wollte, musste mancherorts den ausgefüllten Förderantrag mitbringen…
Ähnlich läuft es mit der Forschung! Steuermittelfinanzierte Anwendungsforschung blockiert industrielle Innovationen (also erfolgreiche Umsetzung im Markt). Industrie kann nicht wettbewerbsfähig sein gegen staatsfinanzierte Universitäten und Institute.
Als Rechtfertigung für die riesigen Geldgeschenke dient der Begriff „Anschubfinanzierung“! Doch wenn der Staat mit Steuergeld nach eigener Interessenlage und ohne marktwirtschaftliche Korrektive Lösungen in allen Bereichen des Lebens fördert (Medizin, Bildung, Energie, Mobilität, Verwaltung), dann ist es eben Planwirtschaft! Wer dachte, die FDP setzt klar auf Wirtschaftskraft, wurde enttäuscht! „Technology first!“ sagt Friedrich Merz (CDU) nun richtig! Die besten Lösungen sollen sich durchsetzen, nicht die größten Fördertöpfe!
Ich bin sicher, dass die öffentlichen Unternehmen die Transformation auch ohne Fördertöpfe erfolgreich meistern, wenn sie unternehmerisch denken: Effizienz, Vereinfachung von Prozessen, Bürgernutzen und Usability, Schonung der Kassen und mit digitalem Enthusiasmus die Fachkräftelücke schließen. Integriert und vernetzt Denken – und entscheiden! Dann ist Digitalisierung tatsächlich eine Entlastungschance. Fragen Sie uns, wir rechnen es ihnen vor und helfen bei der schnellen Umsetzung!