Digitalisierung gestalten – Deutsche Gesellschaft für Bauwerksmonitoring nimmt Arbeit auf
Nach zweijähriger Corona-Zwangspause startet nun endlich die Deutsche Gesellschaft für Bauwerksmonitoring durch. Ihre Ziele lassen sich in drei Worten zusammenfassen:
• WISSEN
• INNOVATION
• NETZWERK
Der Verein sieht sich als zentrale und wirtschaftlich unabhängige Anlaufstelle für Bauwerksmonitoring, bündelt das Knowhow an der Schnittstelle zwischen Messtechnik, Datenkompetenz und Bauingenieurwesen.
Die Messtechnik entwickelt sich schnell, Cloud- und Netzwerklösungen vereinfachen das Datenmanagement, KI ergänzt zunehmend das umfangreiche Ingenieurwissen. Die Zahl der Monitoringprojekte nimmt von Jahr zu Jahr zu. Da wird es Zeit, den Markt aktiv zu gestalten, Wissen zu bündeln, Anwendungen zu standardisieren, Infrastrukturbetreiber zu unterstützen.
Wir haben kein Erkenntnisproblem – wir haben ein Umsetzungsproblem!
Mit dem mFUND wurde eine mächtige Forschungsinitiative ins Leben gerufen. Mehrere 100 Mio. € wurden in den vergangenen Jahren in Anwendungsforschung und Digitalisierungsprojekte investiert. So wichtig diese Erkenntnisse für die Infrastruktur in unserem Land auch sind, erst durch den Einsatz innovativer Lösungen im realen Betrieb entstehen der Gesellschaft und dem Verkehrssektor Mehrwert und die Gewissheit, dass die Fördermittel gewinnbringend investiert wurden.
Eines unserer Ziele ist es daher, innovative Forschungsergebnisse konsequent in nachhaltige und marktfähige Lösungen zu überführen. Doch auch die können nur erfolgreich sein, wenn sie angeschafft und genutzt werden. Darum wollen wir durch Bereitstellung umfangreicher Informationen eine Ermöglichungskultur schaffen, die Akzeptanz schafft und Vergaben erleichtert.
Der Blick ins Bauwerk verbreitert die Entscheidungsgrundlagen
Der Zustand einer Vielzahl unserer Brücken ist so kritisch, dass große Anstrengungen unternommen werden müssen, die Sicherheit zu gewährleisten, ohne die Verfügbarkeit deutlich einschränken zu müssen. Wir können die schadhaften alten Brücken ebenso wenig alle gleichzeitig reparieren wie ersetzen. Doch dort, wo die Prüfer bei Ihren Inspektionen bereits deutliche Mängel erkannt haben und die Prüfzyklen verkürzt werden, hilft die Messtechnik, Schadensentwicklungen dauerhaft zu überwachen, ganzheitliche Bewertungen zu ermöglichen, Prognosen abzuleiten und den Investitionsbedarf zu priorisieren.
Wir geben Antworten auf die Fragen der Zukunft!
Thematisch gut sortiert finden alle Marktteilnehmer bei der DeGeBAM (so das Kürzel) kompaktes Wissen. Wir fördern gezielt den Dialog zwischen Betreibern, Prüfingenieuren, Herstellern, Dienstleistern, Startup’s und Forschungseinrichtungen. Wir gestalten die Standardisierung und verbessern Aussagekraft und Wirtschaftlichkeit der Lösungen.
So gibt es Fachbeiträge, Best Practice Artikel, Präsentationen, Produktinformationen und Auskünfte zur Umsetzung der gültigen Regelwerke aus erster Hand oder auf der Homepage.
Als Vorsitzender der Gesellschaft setze ich mich dafür ein, Bauwerksmonitoring künftig zum festen Bestandteil des Bauwerksmanagements zu machen. Ich wünsche mir dafür viele spannende Projekte, angeregte Diskussionen und das Engagement aller Kompetenzträger der Branche – für die Sicherheit unserer Bauwerke!
Werden Sie Teil der Digitalisierung im Bauwesen unter www.degebam.de