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Umsetzung von Innovationen – schnell, verkehrsträger­übergreifend und flächendeckend gestalten

Prominenz auf der diesjährigen Verbandsveranstaltung von Promobilität in Berlin. Präsident Eduard Oswald hatte als Hauptredner Verkehrsminister Dr. Volker Wissing und den Präsidenten der BASt, Prof. Markus Oeser, eingeladen. Ich durfte als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Bauwerksmonitoring an der Podiumsdiskussion teilnehmen.

Innovatives Dreigespann: Dr. V. Wissing, Präs. E. Oswald, Prof. M. Oeser

Mir hat gefallen, dass die Redner den Herausforderungen wirklich innovativ und lösungsorientiert begegnen. Die gute Nachricht ist: Wir haben kein Erkenntnisproblem, wir haben ein Umsetzungsproblem!

Die Autobahn GmbH ist Innovations- und Digitalisierungstreiber für die Straße

Wenn es der Autobahn GmbH des Bundes gelingt, ihre Konzepte schnell in Ausschreibungen und Aufträge zu übersetzen, können wir viel bewegen. Als Mobilitätsvorreiter setzt sie damit ein wichtiges Zeichen für die Landesverwaltungen und könnte sogar der Bahn neue Impulse verleihen. Einen solchen „innovativen Flächenbrand“ brauchen wir, um von der heute stark fragmentierten IT-Landschaft zu regional und verkehrsträgerübergreifenden Lösungen zu kommen. Mobilität endet nicht an der Autobahnausfahrt… und auch nicht am Hauptbahnhof!

Aus meiner Sicht sollten Politik und Betreiber im Zuge der Umsetzung folgende Fragen beantworten:

  • Das Vergaberecht setzt enge Grenzen. Wie schreibt man AGILE datengetriebene Entwicklungen aus – eine Beschreibung der fertigen Lösung ist schließlich nicht möglich? Digitale Transformation ist ja kein Produkt, sondern ein NICHT ENDEN wollender Prozess. Und ein innovativer Anbieter ist mit seiner Lösung allein am Markt. Vergleichsangebote? Fehlanzeige!
  • MARKTFÄHIGE Produkte sind jedoch für viele Anwendungen vorhanden. Vielfalt führt zu vielen Lösungen, erschwert aber die gewünschte und notwendige ganzheitliche Umsetzung. Wie kann dieser Prozess GANZHEITLICH GEMANAGET werden, die föderalen Strukturen unseres Landes haben daran kein Interesse und werden das nicht tun?!
  • Wie kommen wir SCHNELL zu Lösungen? Viele offene Themen sind seit Jahren bekannt, doch trotz (oder wegen) jahrelanger Forschung immer noch nicht gelöst… nicht falsch verstehen, Forschung ist wichtig, aber nur ein Baustein zur Erkenntnis! Der Nutzen entsteht in der BREITEN ANWENDUNG, nicht im Labor. Es sollten also industriell erprobte Standardprodukte zum Einsatz kommen (zum Beispiel SAP Asset Management, die meisten großen Verwaltungen nutzen SAP bereits für die kaufmännischen Prozesse). Positiv ist auch, dass Software und Cloudlösungen keine Lieferkettenprobleme haben!
  • Wie passen aber Standardprodukte zu INNOVATION? Es ist so ähnlich wie beim Handy. Gute Standardsoftware (hier: Android) bietet Konzepte, um vielfältige Apps einzubinden. Sind also (standardisiert) die Anfänge gemacht, entsteht hier eine hochinnovative Spielwiese für Startup’s.
    Basis ist jedoch die vernetzte Modellierung der Daten. Unabhängig davon, wo die Daten physisch liegen – wichtig ist, dass sie nur einmal und in möglichst hoher Qualität vorhanden sind.
  • Im Baugewerbe fehlen 1.000-e Fachkräfte – wie sollen wir das alles umsetzen?
    Wir werden das Ressourcenproblem erst mittelfristig lösen können, müssen die Digitalisierung aber kurzfristig angehen. Da hilft es nur, sich kompetente externe Unterstützung zu holen, die vor allem UMSETZUNGSSTARK ist und die eigenen Ressourcen entlastet. Parallel dazu heißt es, die Attraktivität des Berufsbildes zu stärken, spannende Aus- und Weiterbildungsangebote zu machen und langfristige Perspektiven zu bieten. Das gilt übrigens auch für Freiberufler!
  • Wo kriegen wir die fehlenden Datengrundlagen für die DIGITALE BAUWERKSAKTE her? Mehr als die Hälfte der Brücken wurden VOR der Erfindung des PC gebaut. Es bietet sich eine Stufenstrategie an… für neue Bauwerke haben wir BIM, vorher gab es 3D- und 2D-Modelle (weiterführende Modellierung ist damit lösbar, die Daten sind ja schon digital).
    Da, wo es nichts gibt außer Papier und Ordner, können wir zuerst mal elementhafte geometrische Modelle bauen. Sie sind mit BIM nicht vergleichbar, bilden aber wichtige Strukturelemente wie Überbau, Pfeiler und Lager ab, so dass damit auch einfache Simulationen möglich sind. Schritt für Schritt kann dann die Modellierung verfeinert werden, wenn es notwendig ist.
Gesamtvision Digitalisierung Infrastruktur (Quelle: BASt, Prof. M. Oeser)

Kühne Mobilität unterstützt Infrastrukturbetreiber bei der Konzeptionierung, Vergabe und vor allem Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Normative Vorgaben sowie Konzepte von BASt, Bahn und BMDV werden berücksichtigt. GIS- und Asset-Management-Lösungen bringen wir mit den kaufmännischen Systemen zusammen. Damit schaffen wir schnell die notwendige vernetzte Datenbasis für Analysen, Planung, Management und Reporting sowie künftig weitere nachhaltige und zukunftsweisende Mobilitätsansätze (Radverkehrsstrategien, CO2-Tracking, Tourismuskonzepte) und Prozessoptimierungsansätze (Predictive Maintenance, Lebenszyklusbetrachtungen, Process Mining)!
Und das Personal für die Umsetzung bringen wir mit!

 

Fragen Sie uns und kümmern Sie sich ruhig um Ihr Geschäft!

Details zur oben genannten Innovationsveranstaltung von Promobilität

Autor
Jens Kühne

Jens Kühne Kühne Mobilität digitale Lösungen für Verkehrskonzepte
„Das Ganze denken und es dann in beherrsch­baren Schritten ziel­führend und nachhaltig umsetzen.“

Kontakt

Jens Kühne
Kühne Digital

T.  +49 172 6424695
M. jens@kuehne-digital.de

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