Endlich ganzheitlich gedacht und gemacht – Digitales Asset Management für die Hamburger Verkehrsinfrastruktur
Erst kürzlich berichtete ich von der ITS in Hamburg. Die Stadt war kurz zuvor erneut zur smartesten City Deutschlands „erkoren“ worden. Nun setzen die Hamburger ein Projekt mit echtem nordischen Leuchtturmcharakter um – sie digitalisieren die Bauwerksunterhaltung. 2019 hat die Stadt dazu eine Strategie erarbeitet und anschließend mehrere Pilotprojekte initiiert.
Datenbasiertes Erhaltungsmanagement für Straßen und Brücken als Einstieg in zustandsbasiertes Asset Management
Ein Teilprojekt des Landesbetriebes Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) umfasst die digitale Bereitstellung aller Bauwerksdaten in einer zentralen Plattform, die Erhaltungsmanagementplanung für die städtischen Verkehrsflächen (Straßen, Nebenflächen, Grünflächen), die Einbindung von Digitalen Zwillingen und Messdaten (Brücken-Monitoring) sowie die Implementierung der Ergebnisse in die Planungs- und Erhaltungsprozesse für Brücken und Straßen.
Beim Aufbau des zentralen Objektregisters geht es um viel mehr als darum, alle Daten an einem Ort einzusammeln, um sie dann je nach Aufgabenstellung verfügbar zu haben, und bei der Planung von Erhaltungsmaßnahmen und dem Einsatz von Sensoren an Brücken geht um mehr als Zustandsbewertung, Prognose, Digitale Zwillinge oder Kosten-/Nutzen-Bewertung . Es geht um den digitalen Datenkreislauf und die sich daraus zunehmend erschließende digitale Netzsicht.
Autobahn GmbH aufgepasst – integriertes Infrastrukturmanagement in der Praxis bei einem großen Infrastrukturbetreiber
Wichtige Grundlage für die zielgenaue Umsetzung ist die gut strukturierte Digital-Strategie mit großem Innovationspotenzial. Welche Vision dahinter steckt, zeigt das folgende Video von SAP:
Da in Hamburg bereits in vielen Prozessen von der Auftragsabwicklung bis zum Finanzwesen SAP genutzt wird, war die datentechnische und prozessuale Basis für die Implementierung der Asset Management Prozesse gegeben. Als Technologielieferant und IT-Spezialist setzen die Walldorfer beim LSBG in Hamburg gemeinsam mit anderen IT-Partnern, Messtechnik- und Bauwerksspezialisten gerade die Teilprojekte um.
(An dieser Stelle sei gesagt, dass auch bei kleineren Kommunen grundsätzlich die gleichen Ansätze gelten, selbst wenn die Datenbasis kleiner und die digitalen Werkzeuge andere sind.)
Wenn Sie mehr über das Projekt wissen wollen, sprechen sie uns gern an!
Da Mobilität weder am Ortsausgangsschild noch am Hauptbahnhof aufhört und künftig auch von den Nutzern als Mobilitätserlebnis wahrgenommen werden will, wird Mobilität bei SAP noch umfassender interpretiert. Mehr dazu im ersten Beitrag im neuen Jahr.